Ganterschwil PDF Drucken E-Mail

Im Jahre 1803 nahm die Gemeinde mit der Kantonsgründung die heutige Gestalt an. Cantrichesvilare wurde erstmals 779 im Zusammenhang mit einer Landschenkung an das Kloster St. Gallen erwähnt. Ein Wenzelaus von Ganterschwil ermöglichte ca. um 1150 durch Schenkung von Grundstücken die Gründung der Abtei St. Johann im Oberen Toggenburg. Das Ganterschwiler Wappen erinnert heute noch an diesen Adeligen. Nach und nach gingen Grund und Boden der Edlen von Ganterschwil an die Grafen von Toggenburg über.

Die Pfarrkirche von Ganterschwil wurde erstmals 1361 urkundlich erwähnt. Der Turm wurde vermutlich als Wehrturm vor dem Jahr 1000 erstellt. 1468 kam das Toggenburg und damit auch Ganterschwil unter die Hoheit des Fürstabtes von St. Gallen. Ab der Reformation ca. 1529 diente die historische Kirche bis 1939 beiden Konfessionen. Von 1375 bis 1865 existierte im Bruedertobel eine Einsiedelei mit Kapelle. 1606 soll hier ein Luzerner für die Kinder der umliegenden Gemeinden Schulunterricht erteilt haben. Während der Französischen Revolution verlangten 1798 auch zahlreiche Ganterschwiler den Verzicht des Fürstabtes auf seine Landeshoheit im Toggenburg. Oberhalb des Hauses an der Toggenburgerstrasse 1 wurde ein Freiheitsbaum errichtet.

Quelle: Gemeinde Ganterschwil

 


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