Mosnang
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Erstmals findet der Gemeindename in einer Urkunde des Jahres 854 als MASINANG Erwähnung. Im waldreichen Hügelland von Mosnang und seiner Umgebung entstand im 13. Jahrhundert das Amt Tannegg, in welchem die niedere Gerichtsbarkeit dem Bischof von Konstanz zustand. Für die gleiche Zeit - 1217 - ist die Pfarrkirche zum ersten Mal urkundlich bezeugt; die durch Ausgrabungen belegte früheste Kirche dürfte bedeutend älter sein Die Reformation konnte hier nicht dauerhaft Fuss fassen. Schon 1531 kehrten die Einwohner fast vollzählig zum alten Bekenntnis zurück. In den Jahren 1565-1569 wütete in Mosnang eine Pestseuche, welche einen grossen Teil der Bevölkerung dahinraffte. Ein damals eingegangenes Gelübde hat bis in die Gegenwart das Andenken an den Schwarzen Tod wach gehalten. 
 

1693 verkaufte der Bischof von Konstanz das Amt Tannegg samt dem Gericht Mosnang an das nahe Kloster Fischingen; wenige Jahre danach brachte Fischingen auch das Kollaturrecht (Pfarreinsetzungsrecht) an sich. Grosse Teile des heutigen Gemeindegebietes, so die Gegenden um Libingen und Mühlrüti gehörten zum toggenburgischen Gericht Bazenheid. Die hohe Gerichtsbarkeit (Landesherrschaft) hatte der Abt von St. Gallen als Nachfolger der Grafen von Toggenburg seit 1468 inne. 
 
1751 löste sich Libingen von der Mutterpfarrei und 1764 wurde auch Mühlrüti eine selbständige Pfarrei. Mit dem Untergang der alten Herrschaften und der Bildung des Kantons St. Gallen 1803 wurden die drei Pfarreien zur politischen Gemeinde Mosnang zusammengeführt. Der Lindenplatz in Mosnang war 1831-1861 Versammlungsort der alttoggenburgischen Bezirksgemeinden. Auffallend schwer hatte Mosnang unter der grossen Hungersnot von 1816/17 zu leiden. Wesentliche Teile des Mosnanger Dorfkerns wurden bei einem Brand am 19. Mai 1886 zerstört.

Quelle: Gemeinde Mosnang

 


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